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Wir geben Ihnen nachfolgend einen Überblick über die jüngsten rechtlichen Entwicklungen:  

1. FINMA : Jahresbericht 2025 (LINK)

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA legte an ihrer Jahresmedienkonferenz die Schwerpunkte ihrer Aufsicht im Jahr 2025 dar. Sie hat ihre proportionale und risikobasierte Aufsicht konsequent umgesetzt, die Resilienz der beaufsichtigten Institute gestärkt und einen Fokus auf die Früherkennung von steigenden Risiken bei den Beaufsichtigten gelegt. In ihrem Rückblick zeigte sie auf, wie sie die Kundinnen und Kunden des Schweizer Finanzplatzes im Berichtsjahr schützte. Anlässlich ihrer Jahresmedienkonferenz hat die FINMA ihren Jahresbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Weiter stellt die FINMA Statistiken sowie Angaben zu den Enforcementfällen auf ihrer Webseite zur Verfügung. 
Quelle : FINMA

2. FINMA publiziert Aufsichtsmitteilung zum Umgang mit digitalen Betrugsrisiken (LINK)

Eine Umfrage der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA bei Banken zeigt, dass beim Umgang mit digitalen Betrugsrisiken insbesondere im operationellen Risikomanagement sowie in der Geldwäschereiprävention Handlungsbedarf besteht. Ihre Erkenntnisse publiziert die FINMA heute in einer neuen Aufsichtsmitteilung. Mit der neuen Aufsichtsmitteilung sensibilisiert die FINMA Banken und Personen nach Art. 1b BankG für digitale Betrugsrisiken und unterstützt sie darin, die aufsichtsrechtlichen Anforderungen wirksam umzusetzen und ein gutes Schutzsystem gegen Betrug beim Einsatz neuer digitaler Technologien aufzubauen. 
Quelle : FINMA

3. MROS: Jahresbericht 2025 (LINK)

Im Jahr 2025 verzeichnete die MROS mit 21’087 Verdachtsmeldungen (+39,3% gegenüber 2024) einen neuen Höchststand, wobei der Grossteil aus dem Bankensektor stammte. Parallel dazu nahm auch die operative Tätigkeit zu: 1’375 Meldungen wurden an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet (+31,5%). Der Fokus lag insbesondere auf organisierter Kriminalität, Terrorismusfinanzierung, komplexem Betrug, Korruption und der Umgehung von Sanktionen. Das steigende Datenvolumen erforderte zusätzliche Anstrengungen hinsichtlich Effizienz, Datenqualität und risikobasierter Analysen. Zudem standen die verstärkte internationale Zusammenarbeit sowie die Vorbereitung der Schweiz auf die fünfte FATF-Länderprüfung ab 2026 im Mittelpunkt. 

4. Schweizer Bankenombudsman: Jahresbericht 2025 (LINK)

Das Jahr 2025 gestaltete sich für die Bankenombudsstelle turbulent und war geprägt von geopolitischen Spannungen und instabilen Finanzmärkten sowie einem Anstieg von Betrugsfällen im Bereich digitaler Zahlungen und E-Banking. Die Fälle, insbesondere die schriftlichen und komplexeren Verfahren, nahmen um 20 % zu. 

Trotz dieser Herausforderungen reagierte die Stelle mit einer Überprüfung ihrer Prozesse und internen Strukturen, um Effizienz und Flexibilität zu verbessern – ohne den Personalbestand zu erhöhen. Zudem wurde eine Reflexion über den Einsatz künstlicher Intelligenz angestossen, um die Arbeitslast besser zu bewältigen und die Konsistenz der Beurteilungen zu erhöhen. 

5. Bundesamt für Cybersicherheit (BACS): Halbjahresbericht (LINK)

Der veröffentlichte Halbjahresbericht des Bundesamtes für Cybersicherheit (BACS) beschreibt die relevanten Vorfälle und Entwicklungen im Kontext der Cyberbedrohungen gegen die Schweiz und international im zweiten Halbjahr 2025. Das Fazit: Die Cyberbedrohungslage bleibt hoch, wobei die Angriffe gezielter und komplexer werden. Neben den freiwilligen Meldungen zu Cybervorfällen werden erstmals die meldepflichtigen Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen ausgewiesen, die seit dem 1. April 2025 gemeldet werden müssen. Bei den freiwilligen Meldungen blieb der Meldeeingang auf hohem Niveau stabil, doch ihre Ausprägungen entwickeln sich weiter und werden gezielter. Für einen wirksamen Schutz ist eine enge nationale sowie internationale Zusammenarbeit von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft wichtig. 
Quelle : BACS

6. Too-Big-To-Fail-Regulierung: Bundesrat verabschiedet Botschaft und Eigenmittelverordnung (LINK)

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 22. April 2026 die Botschaft zur Revision des Bankengesetzes verabschiedet. Systemrelevante Banken in der Schweiz sollen ihre Beteiligungen an ausländischen Tochtergesellschaften künftig vollständig mit hartem Eigenkapital unterlegen müssen. Diese zielgerichtete Massnahme ist zentral zur Stärkung der Finanzstabilität. Das Parlament kann ab Sommer 2026 über die Gesetzesvorlage beraten. Gleichzeitig hat der Bundesrat die Eigenmittelverordnung angepasst. Die Anpassungen betreffen die Eigenmittelunterlegung gewisser Bilanzpositionen wie Software und treten am 1. Januar 2027 in Kraft. Hier geht der Bundesrat aufgrund der Vernehmlassungsergebnisse weniger weit als vorgesehen. Damit ergibt sich bei den Eigenmittelanforderungen ein ausgewogenes Gesamtpaket, das den Stellungnahmen Rechnung trägt. 
Quelle : SIF

7. FATCA: Entwicklungen zum Übergang von Modell 2 auf Modell 1

Der VSV hat am 18. Mai eine Mitteilung an alle ihre Mitglieder versandt, um die Situation hinsichtlich der Entwicklungen beim Übergang vom Modell 2 zum Modell 1 für Vermögensverwalter zu klären.
VSV Mitteilung (18.05.2026) : Neues FATCA-Abkommen - Auswirkungen und Folgen für Vermögensverwalter

8. Internationale Sanktionen und selbstständige Blockierungsmassnahmen (LINK)

International verhängte Sanktionen, die auf Resolutionen des UNO-Sicherheitsrates beruhen, setzt die Schweiz auf der Grundlage des Embargogesetzes um. Die konkreten Zwangsmassnahmen sind in Verordnungen des Bundesrates geregelt. Zudem kann der Bundesrat selbstständige Blockierungsmassnahmen der Schweiz erlassen, wenn es die Interessen des Landes erfordern.
Quelle : FINMA